Kapitel 02

So läuft das
Training.

Keine Kursblöcke mit Preisen. Keine Pakete. Stattdessen: kleine Gruppen, wechselnde Orte, klarer didaktischer Aufbau — und ein Dreijahres­plan für Teams, die weiterkommen wollen.

Frequenz · 1–2× pro Woche Gruppe · max. 3–4 Teams Kosten · keine

Was du mitbringst.

Die Teilnahme kostet kein Geld, aber persönlichen Einsatz. Konkret:

  • Zeit und Regelmäßigkeit. Ein Trail in zwei Monaten bringt deinem Hund nichts. Wer mitmacht, plant idealerweise ein bis zwei Trainings­einheiten pro Woche ein.
  • Ein Auto. Das klingt banal, ist aber entscheidend: Während ein Hund arbeitet, warten die anderen Hunde im Auto, außer Sicht- und Geruchs­weite. Ohne Auto können wir an 90 % der Trainingsorte nicht vernünftig arbeiten.
  • Brustgeschirr und Schleppleine. 5 bis 10 Meter Länge, idealerweise Biothane oder Leder, leicht zu reinigen. Kein Halsband beim Trail — der Hund muss frei atmen und seinen Kopf beliebig bewegen können.
  • Hochwertige Belohnung. Was dein Hund wirklich lieben wird. Fleischwurst, Leberwurst im Tubenspender, Käse — keine trockenen Alltagskekse. Die Belohnung beim Fund ist der Lohn für 15 Minuten Hochleistung.
  • Robuste, wetterfeste Kleidung. Wir trainieren bei fast jedem Wetter, mit Ausnahme von extremer Hitze.
  • Offenheit für Kritik. Die meisten Fehler beim Mantrailing macht nicht der Hund, sondern der Mensch. Wer mitmachen will, muss bereit sein, seine eigene Körpersprache, Leinenführung und Ungeduld zu überprüfen.

Was ich mitbringe.

  • Zwei Jahre konsequentes Training mit meinem vorherigen Hund, einer Beagle-Hündin. Vom ersten Sichttrail bis zu komplexen Stadt­trails — unter Anleitung und in strukturierten Gruppen.
  • Aktive Ausbildung meiner jungen Vizsla-Hündin Clara (1,5 Jahre), anhand eines detaillierten Dreijahres­plans. Ich trainiere, was ich unterrichte — und umgekehrt.
  • Ein Ausbildungskonzept, das wissenschaftlich fundiert und gleichzeitig praxisnah ist. Basiert auf anerkannter Lerntheorie (positive Verstärkung, Errorless Learning in der Aufbauphase), aktueller Forschung zur kaninen Olfaktorik, und dem, was sich über Jahre tatsächlich bewährt hat.
  • Vor- und Nachbereitung jeder Session. Ich plane Trailverläufe im Voraus, protokolliere Auffälligkeiten, führe pro Team eine Entwicklungs­kurve mit. Das ist die „ernsthafte" Seite am Hobby.
  • Zeit für den Einzelnen. Weil die Gruppe klein ist, bekommt jedes Team individuelles Feedback. Kein Durchschleusen.

Der Aufbau — drei Phasen, drei Jahre.

Mantrailing ist keine Aktivität, die man in einem Wochenend­workshop „mal so" lernt. Ein solides Team entsteht über Monate. Das hier ist grob der Weg:

Phase Zeitraum Ziele
1 · Grundlagen Monat 0–6 Start-Ritual am Geruchsartikel, erste Richtungswechsel, stabiles Anzeigen beim Fund
2 · Differenzierung Monat 6–18 Verleitspuren, Kreuzungen, verschiedene Untergründe, erste urbane Trails, Trailalter bis 60 Minuten
3 · Komplexität Monat 18–36 Stadttrails, mehrere Stunden altes Trailalter, Gebäudeeingänge, Fahrzeug­wechsel, Nachttraining

Innerhalb jeder Phase steigern wir immer nur einen Schwierigkeits­parameter gleichzeitig — Distanz, Trailalter, Richtungs­wechsel, Kontamination, Gelände, Ablenkung. Das klingt langsam, ist aber der einzige Weg, wie der Hund nicht frustriert aussteigt.

Der häufigste Fehler in Mantrailing-Gruppen ist, zu früh zu viel zu wollen. Der zweithäufigste, den Hund zu „helfen", statt ihm zu vertrauen.

Wie du einsteigen kannst.

Schnupperstunde

Ein einzelner Termin, nur du und dein Hund. Wir machen einen einfachen Trail, schauen, ob dein Hund Interesse zeigt, und reden über die nächsten Schritte. Kein Versprechen beidseitig — wenn wir beide sehen, dass es nicht passt, war das eine ehrliche Stunde.

Reguläre Gruppentrainings

Wenn du regelmäßig dabei sein willst, meldest du dich zu den anstehenden Terminen an. Die Gruppen­zusammensetzung wechselt je Termin — wir matchen Hunde nach Ausbildungs­stand, nicht nach Freundschaft. Planungs­horizont: eine bis zwei Wochen im Voraus.

Privat-Session

Manchmal passt Gruppen­training nicht — weil dein Hund sehr reaktiv ist, weil ein bestimmtes Thema individuell angegangen werden muss, oder weil die Zeiten nicht zusammenpassen. Dann können wir eine Einzel­session verabreden. Auch das kostet nichts.

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Der Kalender macht die Termine, nicht das Handbuch.

Konkrete Treffen findest du auf der Termin­seite — sobald welche stehen. Wenn du jetzt einsteigen willst, schreib mir direkt.